Frankfurt. 27.01.2010 „Mit allen möglichen Mitteln werden wir den Standort Osthafen verteidigen“, kündigte der Sprecher der Hafenanlieger, Willy Korff, gegenüber der FNP an. Jetzt mahnte er auch ein «Hafengespräch» an, das ihm der für den Hafen zuständige Dezernent Volker Stein (FDP) bereits im November vorgeschlagen habe. An diesem „Hafengespräch“ sollten nach Angaben Korffs neben Stein auch Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU), Planungsdezernent Edwin Schwarz (CDU) sowie Verkehrsdezernent Lutz Sikorski (Grüne) teilnehmen. Auf diesem „Hafengipfel“ solle „die Zukunft des Frankfurter Osthafens sichergestellt werden“, sagte Korff.

Sand und Kies Entladung an einem Betonwerk im Osthafen Foto: Wygoda

Demgegenüber hieß es aus dem Dezernat des Hafendezernenten, dass zwar ein Termin für ein Gespräch zwischen den Hafenanliegern und der Stadt gesucht werde, doch solle bei diesem Termin nicht über die Zukunft des Hafens gesprochen werden, sondern es gebe «erheblichen Bedarf, über die Verkehrssituation im Hafen und rund um den Hafen und die Zufahrten zu sprechen».

Nach Ansicht der IHK sollte der Osthafen „das letzte geschlossene Gewerbegebiet Frankfurts“ bleiben, sagte ein Sprecher. Nur so könne sich die Stadt die Möglichkeit zusichern, „sich auf diesem Gewerbegebiet den künftigen Veränderungen der Industriestruktur anzupassen“. Auf dem Honsell-Dreieck seien bereits andere Nutzungen geplant. Sie sollten „immer unter dem Gesichtspunkt beraten werden, dass eine Entwicklung des Osthafens als Gewerbegebiet auch in Zukunft möglich bleibt“, mahnte der IHK-Sprecher. wyg