Architektur des Frankfurter Skyline Plaza ĂŒberarbeitet – Vivico will noch in diesem Jahr Bauantrag einreichen

17.05.2010

Wie der Sprecher des Bauherren, der Vivico GmbH, bestĂ€tigte, will das Unternehmen «noch in diesem Jahr» den Bauantrag bei der Stadt einreichen. Der Projektentwickler Vivico errichtet das Skyline Plaza in einem Gemeinschaftsunternehmen mit der ECE. Die ECE ist nach eigenen Angaben europĂ€ischer MarktfĂŒhrer auf dem Gebiet innerstĂ€dtischer Shopping-Center. Noch heißt es auf der Internetseite der ECE vorsichtig, «voraussichtlich 2013» solle die «Skyline Plaza Frankfurt» eröffnet werden.

Das Skyline Plaza ist Teil eines Komplexes, zu dem auch ein Hotelturm und ein Kongresszentrum gehören. UrsprĂŒnglich sollte ein einziger Baukörper entstehen. Die Stadt hat die Genehmigung des Einkaufszentrums davon abhĂ€ngig gemacht, dass ein Kongresszentrum fĂŒr rund 3000 Besucher entsteht. Auf der Suche nach einem Betreiber des Kongresszentrums favorisiert die Vivico eine Zusammenarbeit mit der Messe. Es soll in einem gesonderten Baukörper neben dem geplanten Hotelturm am GĂŒterplatz entstehen.

Ein Vertrag mit der Messe ist allerdings noch nicht zustande gekommen. Die Messe als Partner könnte Veranstaltungen im geplanten Kongresszentrum organisieren und damit ihre eigene Infrastruktur besser nutzen.

Nach den ersten jetzt im Internet veröffentlichten Skizzen des Frankfurter Architekten Benjamin Jourdan wird das Einkaufszentrum mit den rund 38 000 Quadratmetren EinzelhandelsflĂ€chen fĂŒr etwa 160 LĂ€den eine besonders eindrucksvolle Fassade erhalten. Nachdem das frĂŒher vorgesehene Planetarium nicht gebaut wird, und durch das Kongresszentrum ersetzt wird, musste Jourdan umplanen.

Drei neu gestaltete EingÀnge wird das Skyline-Placa-Einkaufszentrum haben. Foto: ECE

Die Grundform des GebĂ€udes ist ein großes Oval. Über dem als ParkflĂ€che genutzten Tiefgeschoss werden das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss als EinkaufsflĂ€che genutzt, im sĂŒdlichen Abschnitt zieht sich die VerkaufsflĂ€che bis ins vierte Obergeschoss. Im nördlichen GebĂ€udeteil sind ParkflĂ€chen auch im zweiten und dritten Obergeschoss untergebracht. Im Erdgeschoss ist eine Schaufensterfassade vorgesehen, die darĂŒberliegenden wellenförmigen Ebenen stehen unterschiedlich weit vor und bilden in Höhe der vier EingĂ€nge Überdachungen. Ein Durchgang zwischen östlichem und westlichen Eingang erlaubt eine Durchquerung, auch wenn das Einkaufszentrum geschlossen ist.

Jourdan hat eine Fassade aus Lamellen entwickelt, die auf der einen Seite die Farben des Regenbogens erkennen lassen, wĂ€hrend sich ihre RĂŒckseiten von Weiß bis zu Schwarz verĂ€ndern. In den verspiegelten Fronten der Lamellen zeigen sich der Himmel und die Wolken. Auf dem Dach ist eine große öffentlich zugĂ€ngliche begrĂŒnte FreiflĂ€che geplant, die den Charme hat, dass sie von den HochhĂ€usern im Norden nicht verschattet wird. Auf 12 000 Quadratmetern sollen Zierkirschen, Blumenbeete, Hecken und Wiesen sprießen. tre/wyg