Frankfurt am Main 11.2.2012  FNP Trotz der nach wie vor kalten Witterung müssen die Frankfurter nicht auf ihren Wochenmarkt verzichten. Die Verbraucher können also auch heute auf den Erzeugermärkten am Bernemer Uhrtürmchen in der Berger Straße und auch auf der Konstabler Wache einkaufen – fast alle Beschicker sind vertreten. Das erklärten die Sprecher der Marktbeschicker, Anja Katharina Mänz und Denis Kretschel, auf Anfrage dieser Zeitung.

Mit Plastikhüllen und Wärmestrahlern schützen die Händler auf der Berger Sraße sich und ihre Waren. Foto: Wygoda

„Uns macht die Kälte sehr zu schaffen“, gab Kretschel allerdings unumwunden zu. Deshalb gibt es auch Absprachen unter den Marktbeschickern, wer sich einen Tag Pause gönnen kann. Allerdings haben viele Beschicker mittlerweile aufgerüstet „Viele Kollegen haben sich inzwischen auch Anhänger gekauft, die beheizbar sind, um damit nicht mehr mit den Seitenwänden an den Zelten arbeiten zu müssen“, erläuterte er. Allerdings bedeute die Notwendigkeit die Heizungen einzuschalten auch, dass dadurch natürlich zusätzliche Kosten anfallen.

Samstag ist viel los

Die Geschäftsführerin des Frankfurter Marktvereins, der den Verbrauchermarkt auf der Konstabler ins Leben gerufen hat, ist fest davon überzeugt, dass am Samstag alle Stände wieder mit ihren Angeboten auf dem Markt sein werden. Am Donnerstag hatten nur rund die Hälfte der Beschicker den Weg nach Frankfurt zum Markt auf die Konstablerwache gefunden. Doch da der Samstag nach wie vor der umsatzstärkste Tag für die Händler ist, werden nur wenige diesen Tag ausfallen lassen – schließlich leben alle Händler ja auch vom Verkauf ihrer frischen Waren.

Höhere Preise

„Die Kunden müssen allerdings mit weiter steigenden Preisen bei Obst und Gemüse rechnen, denn die Ware wird bei diesen Temperaturen jeden Tag teurer“, kündigt Anja Katharina Mänz schon mal an. Das werden die Frankfurter allerdings nicht gerne hören. Doch Gleiches gilt natürlich auch für Salat und Obst im Supermarkt.

Herbert Janicke, Betriebsleiter der Marktbetriebe in der HFM, wies darauf hin, dass „viele Händler ihre Ferien schon seit einigen Jahren in den Winter legen, weil sie die Situation kennen. Er machte zugleich deutlich, dass bei einer so langen Kälteperiode wie im Moment es auf den Märkten in Frankfurt durchaus zu Engpässen bei der Stromversorgung kommen könnte – allerdings nur dann, wenn sich zu viele Händler dafür entscheiden, doch noch mit Heizstrahlern zu arbeiten. „Dafür konnten wir unsere Stromversorgung nicht auslegen“, sagte Herbert Janicke.wyy