FNP  20.7.2012   Der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) will sich dafür einsetzen, dass sich das Klima für Graffiti-Sprayer in Frankfurt verbessert. Bei einem Besuch der Graffitis an dem Bauzaun der Europäischen Zentralbank (EZB) sagte er zu, dass er sich für mehr legale Flächen zum Sprayen einsetzen werde, da es in der ganzen Stadt immer wieder Bauzäune gebe, die freigegeben werden könnten.

OB Peter Feldmann (SPD) lässt sich die Spraykunst erläutern. Neben ihm (mit Helm)der Proh´jketleiter der EZB für den neubau, Thomas Rinders

Feldmann dankte in diesem Zusammenhang dem EZB-Projektmanager für den Neubau, Thomas Rinderspacher, dass sich die Bank bereiterklärt habe, ihren Bauzaun für die Zeit des Baus für Spayer zur Verfügung zu stellen. Die EZB hatte außerdem die Holzplatten und die Farbe für die Grundierung auf den rund 400 Metern am Bauzaun finanziert.

Der Organisator dieses „Sprayer-Sommerfests“, der Leiter des Jugendladens Bornheim, Stefan Mohr, verwies auf die Beispiele in Offenbach und Bad Vilbel, wo es ebenfalls legale Flächen gebe, die von den jungen Künstlern genutzt werden könnten. Der Geschäftsführer der Kommunalen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, Dieter Kieweg, verwies auf die Notwendigkeit, der „Entwicklung dieser Jugendkultur Raum zu geben“, damit sie ausgelebt werden könne.

Oberbürgermeister Feldmann erkannte in dem inzwischen weltweit renommierten Frankfurter Sprayer Mario Klark einen früheren Besucher des Jugendclubs in Bonames, dessen Leiter Feldmann war. „Dort habe ich 1986 mein erstes Bild gemalt“, berichtete Klark und überreichte dem OB eine signierte Spraydose mit roter Farbe. (wyg)