FNP 15.2.2012 Scharfe Kritik hat der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Frankfurt, Professor Salomon Korn, an dem Umgang der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, BIMA  mit dem Grundstück der ehemaligen Synagoge in der Friedberger Anlage geübt.

Der Bunker in der Friedberger Anlage mit der Gedenkstätte Foto: Wygoda

„Ich kann und will auch nicht verstehen, dass diese Anstalt der Bundesregierung ohne jedes Gefühl über den Umgang mit der deutschen Geschichte glaubt mit diesem Grundstück, auf dem noch die Grundmauern der ehemaligen Synagoge stehen, umgehen zu können wie mit jedem anderen Grundstück“, sagte Korn gegenüber der FNP.

Wie berichtet will die BIMA das Grundstück nach dem Verkehrswert an die Stadt Frankfurt verkaufen, den sie bei 2,3 Millionen Euro sieht. Das 3.138 Quadratmeter große Grundstück, dass vor dem zweiten Weltkrieg der jüdischen Gemeinde Frankfurt gehörte, war von den Nationalsozialisten 1938 enteignet worden. Der Luftschutzbunker, der heute noch auf dem Grundstück steht, wurde 1943 gebaut. Nach 1945 ging es als Kompensation für Entschädigungszahlungen an die jüdische Gemeinde in den Besitz des Bundes über. wyg