Neuer Leitstand für Informations- und Datenverarbeitung kostet 260 000 Euro

Mit dem neuen Leitstand können die verschiedenen städtischen IT-Dienste, die bislang in den jeweiligen Fachabteilungen separat überwacht wurden, zentral kontrolliert werden.

Frankfurt.    11.01.2014    Bislang waren die verschiedenen städtischen IT-Dienste in den jeweiligen Fachabteilungen separat überwacht. In Zukunft sollen sie zentral kontrolliert werden. Die in der Vergangenheit sinnvolle dezentrale Aufgabenwahrnehmung, die aufgrund der immer komplexer werdenden technischen Weiterentwicklung nicht mehr zeitgemäß ist, wird damit abgelöst. „Wir haben uns mit diesem neuen Leitstand jetzt so aufgestellt, dass wir hier alle IT-Services der Stadt bei uns abbilden und steuern können“, stellte IT-Dezernent Jan Schneider befriedigt fest.

IT Dezernenet Jan Schneider im neuen IT-Leitstand der StadtIT-Dezernent Jan Schneider Foto: Wygoda

Von diesem Leitstand aus können alle 350 physikalischen und 250 virtuellen Server der Stadtverwaltung überwacht und gesteuert werden. Dazu gehören auch die 42 Millionen Mails, die im Monat zur Stadtverwaltung geschickt oder von ihr versandt werden. Auch die täglich eine Millionen Zugriffe auf die städtische Internetseite „frankfurt.de“ können hier regelmäßig überwacht und, falls notwendig, wieder zum Laufen gebracht werden.  Der Projektleiter für den IT-Leitstand, Sascha Höhn, verwies auch darauf, dass das Servicecenter neben dem neuen, 260 000 Euro teuren Leitstand, auch die Auftragsannahme sowie das Servicecenter für die Störungsannahme umfasst. Insgesamt habe die Entwicklungszeit ein Jahr betragen. Man habe jetzt die Möglichkeit geschaffen, alle Experten aus den einzelnen Bereichen an dem Leitstand zu versammeln, damit sie gemeinsam an der Lösung technischer Probleme arbeiten können.

Solch ein technisches Problem hat es, quasi als Feuertaufe, am Freitag der vergangenen Woche gegeben (wir berichteten), als es beim Austausch eines sogenannten Serverswitch, der die Datenpakete an die einzelnen Rechner weiterleitet, zu einer Netzwerkschleife kam,
wodurch das städtische Netzwerk wegen Überlastung zusammengebrochen ist. „Wir hatten noch Glück im Unglück, dass es an einem Freitag passiert ist, als die Zahl der Mitarbeiter in der Verwaltung auch wegen der Ferienzeit in den 600 Standorten noch nicht ihren Höchststand erreicht hatte“, resümierte Jan Schneider. wyg