14.03.2009 Lokales Frankfurt

Frankfurt. Die Entscheidung der Bahn, in den «Silver Tower» der Commerzbank zu ziehen, stellt die Hochhausplanungen auf der SĂŒdseite des Bahnhofs wieder in Frage. Die schwarz-grĂŒne Römerkoalition wartet nun ab, ob der Projektentwickler Vivico einen neuen Hauptmieter bringt.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende im Römer, Markus Frank, kĂŒndigte an, nötigenfalls eine neue adĂ€quate Lösung zu suchen, nachdem die Bahn als Hauptmieter nicht mehr zur VerfĂŒgung stehe. Voraussetzung sei, dass der Projektentwickler einen Mieter prĂ€sentiere, «der ebenfalls 3000 ArbeitsplĂ€tze am Bahnhof schaffen will».

Frank verweist darauf, dass das fĂŒr die Bahn AG geschnĂŒrte Paket neben der Höhe des Hochhauses (200 Meter) auch den Busbahnhof, einen Wohnungsanteil von 30 Prozent und eine Bahnerlebniswelt beinhaltet habe. «Wenn jetzt ein anderer Mieter dort seinen Firmensitz einrichten möchte, dann werden wir uns das wieder ganz genauso ansehen», sagte Frank.

Auch Olaf Cunitz, Fraktionschef der GrĂŒnen im Römer, betonte, dass man «eine ganz spezielle Lösung fĂŒr die Bahn AG als Hauptmieter» gesucht habe, als man die ursprĂŒnglich an diesem Standort geltende 100-Meter-Begrenzung fĂŒr die Hochhaushöhe aufgegeben habe. «Dies kann aber nicht auch fĂŒr ein x-beliebiges BĂŒrohochhaus gelten», so Cunitz. Auch er zeigte sich fĂŒr eine neue Lösung offen, falls ein anderes Unternehmen als Hauptmieter an diesem Standort eine Ă€hnlich große Zahl von ArbeitsplĂ€tzen wie die Bahn fĂŒr seine Mitarbeiter schaffen wolle. «Es muss fĂŒr uns schon gewichtige GrĂŒnde geben, wenn wir den Investoren zusĂ€tzliche Höhenentwicklungen erlauben sollen», sagte Fraktionsvorsitzende der GrĂŒnen.

OberbĂŒrgermeisterin Petra Roth sieht die Entscheidung der Bahn AG, in den Turm der Dresdner Bank zu ziehen, «nicht als Entscheidung gegen den Bahn-Tower» an, wie sie auf Anfrage mit teilte. wyg